2026-08-07 · buy-side
Big Tech gegen Social-Media-Verbote, Hightech gegen Waldbrände – das war Freitag, 7.8.2026
Der Freitag im Überblick Verbote für Social Media, Hightech gegen Waldbrände
Dass Social Media voller Gefahren für Kinder und Jugendliche stecken, darin sind sich Experten, Politik und Öffentlichkeit einig. Auch in der EU gibt es Bestrebungen, Teenager besser zu schützen. Gerade hat Frankreich ein Social-Media-Verbot für alle unter 15-Jährigen ab 2027 beschlossen.
Doch derartige Verbote sind nicht so leicht umzusetzen. Das zeigt auch das Beispiel des Vorreiters Australien: Dort wurde Ende 2025 ein Social-Media-Verbot für Jugendliche eingeführt, das sich in der Praxis allerdings leicht umgehen lässt. Gegner von Beschränkungen sind naturgemäß die Social-Media-Konzerne selbst – und sie sind mächtige Gegner. Die Techindustrie steckt jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge in ihre Brüsseler Lobbyarbeit. Meta und Google wissen zudem die US-Regierung hinter sich. Meine Kollegin Mirjam Hecking analysiert die Gemengelage und lotet die Chancen für wirksame Beschränkungen aus, gegen die Attacken von Big Tech zu bestehen .
Teenager bei der Social-Media-Nutzung: Die EU will Jugendliche besser schützen
Foto: Cavan Images / IMAGODie Wirtschaftsnews des Tages:
Der Druck auf Social-Media-Konzerne wächst auch in den USA. Der Vorwurf: Gefährdung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. So ist Meta jetzt im US-Bundesstaat New Mexico zu einer Strafe von 567 Millionen Dollar (rund 492 Milliarden Euro) verurteilt worden und muss seine Plattformen Instagram und Facebook für minderjährige Nutzer stark einschränken. Und das ist nicht die einzige Klage dieser Art in den USA.
Für Christine Lagarde (70) war es ein Schlag ins Gesicht. Die EZB-Chefin erfuhr erst im Nachhinein, dass die US-Notenbank Fed zur Stützung des Yen interveniert und Euros verkauft hatte. EZB-Vertreter sehen darin einen "beispiellosen Bruch" mit langjährigen Konventionen zur Zusammenarbeit zwischen westlichen Währungsbehörden.
Um Donald Trumps (80) rigoroser Zollpolitik künftig zu entgehen, will Daimler Truck ein neues Werk in den USA bauen. Im zweiten Quartal haben sich die US-Zölle weiterhin belastend auf die Profitabilität ausgewirkt, teilte der Konzern mit.
Der Aufsteiger des Tages:
Günstig kaufen, teuer verkaufen – diese Grundregel für Gewinnmaximierung gilt im Immobiliengeschäft wie an der Börse. Für die Aktien von Wohnungsunternehmen könnte jetzt die Zeit gekommen sein. Mein Kollege Christoph Rottwilm erklärt in unserem aktuellen Geldanlage Extra, was für ein Börsencomeback der Wohnungsaktien spricht und wie Anleger die Chance nutzen können.
Die Retter des Tages:
Im Sommer haben Waldbrände Saison – und ihre Zahl und ihr Ausmaß nehmen bedrohlich zu. In Europa gilt dieses Jahr schon jetzt als eines der schlimmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Lösungen, die dabei helfen, Feuer frühzeitig zu erkennen und möglichst einzudämmen, sind gefragt. Ein Geschäftsfeld, in das auch deutsche Firmen eingestiegen sind. Meine Kollegin Maren Jensen stellt Ihnen die deutschen Firefighter vor, darunter etablierte Firmen wie Bosch, Familienunternehmen wie Sthamer und Start-ups wie Quantum Systems und OroraTech. Ihre Produkte: elektronische Nasen für Baumstämme, Löschschaum und Netzmittel gegen die Flammen, Imprägnierspray zum Vorbeugen und Waldbrandspäher aus der Luft und aus dem Weltall. Über Technologien, die Hoffnung machen.
Was ziehe ich an?
Das hat sich offensichtlich auch Travis Kelce (36) gefragt, seit er als Gatte an der Seite von Popikone Taylor Swift (36) auftritt. Der Footballprofi hat sich ein modisches Upgrade verpasst, beobachtet unsere Stilexpertin Julia Hackober. Sehen Sie selbst.
Das Beste aus dem "Economist":
Mit der Straße von Hormus hält Iran einen Großteil des Öl- und Gashandels fest im Griff. Die Kontrolle über die Rohstoffe könnte den Krieg sogar überdauern, schreiben unsere britischen Kollegen vom "Economist". Trump würde in diesem Fall dem Mullah-Regime zu einer neuen, milliardenschweren Einnahmequelle verhelfen .
Meine Empfehlung für das Wochenende:
Bis zum Umfallen: Wenn die eigene Produktivität (oder auch die der Mitarbeitenden) toxisch wird, ist es Zeit gegenzusteuern
Foto: Sean Justice / The Image Bank / Getty ImagesHarte Arbeit gilt als verdienstvoll, der eigene Wert bemisst sich an der Leistung im Job, der Druck ist allgegenwärtig. Das sind die Zutaten, die toxische Produktivität befördern. Bis einer zusammenbricht. Dabei wissen wir es längst besser, betont Autorin und Expertin Jennifer Moss. Studien zeigen: Wer pünktlich Feierabend macht, ist um 20 Prozent produktiver. Moss plädiert für ein radikales Umdenken. Schluss mit der Glorifizierung einer Kultur der Überarbeitung.
In diesem Sinne: Hoch die Hände, Wochenende. Ich wünsche Ihnen erholsame Tage.
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