2026-07-30 · buy-side

BMW, ZF Friedrichshafen, Volkswagen, Porsche, Polestar: Der Newsletter "manage:mobility"

manage:mobility Ein Trump-"Gigant" will BMW einen Zolldeal einfädeln

bevor wir uns – natürlich nur beim Newsletter – bis zum 20. August eine kurze Sommerpause gönnen, gibt es noch mal die volle Ladung Autodrama. Die Halbjahresbilanzen fallen trist bis dramatisch aus: rückläufige Gewinne bei Volkswagen, bei Mercedes brach das operative Ergebnis im Autogeschäft gar um satte 94 Prozent ein. Premiumwettbewerber Audi kappte seine Prognose für das weitere Jahr.

Und BMW? Die Münchner legen ihre Halbjahresbilanz am heutigen Donnerstag vor, und auch die bajuwarischen Zahlen werden überhaupt nicht glänzen. Vorab berichtete mein Kollege Franz Anko-Hubik bereits, wie Neuchef Milan Nedeljković (57) die Zügel anziehen wird. Bis 2027 streicht der Konzern 8000 Stellen und siebt im Topmanagement aus. Was neben dem Sparen helfen könnte? Vielleicht ja prominente Unterstützung aus den USA. Mehr dazu in einem unserer Themen der Woche:

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Thema der Woche: Wie BMW gegen die Zölle in den USA schmeichelt

Hofft auf einen Zolldeal: BMW-Chef Milan Nedeljković Ende Juni im US-Werk in Spartanburg

Foto: Jason Walle / AP

China? Wird für BMW (wie für die anderen deutschen Autobauer) bis auf Weiteres nicht mehr die Cashcow sein. Europa? Wird immer umkämpfter. Bleiben noch die USA. Dort steigerte BMW seinen Absatz im ersten Halbjahr um 5 Prozent, alles könnte wunderbar sein. Eigentlich. Den Partycrasher spielt Donald Trump (80). Hält der Präsident an seinem 15-Prozent-Einfuhrzoll fest, wird das BMW in diesem Jahr wohl mehr als eine Milliarde Euro Gewinn kosten. Besonders bitter in Zeiten, da der Konzern ohnehin Tausende Jobs streicht. Helfen wollen jetzt in den USA mächtige Autohändler. Hier erfahren Sie, wie sie die US-Regierung in einem zweiseitigen Brief umschmeicheln.

Köpfe: Mathias Miedreich ++ Michael Leiters ++ Maria Grazia Davino ++ Ralph Petersen

Künftig auch Chassis-Chef: ZF-CEO Mathias Miedreich

Foto: Felix Kästle / ZF / dpa

Unternehmen: Volvo ++ Mobileye ++ Volkswagen ++ Toyota ++ Boeing

Countdown für den Ruhestand: Volvo-CEO Håkan Samuelsson

Foto: Adam Ihse / TT NEWS AGENCY / picture alliance

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Deepdrive: Elons Glaskugel

Reichster Mensch der Welt: Unternehmer Elon Musk mag steile Thesen

Foto: Brendan Smialowski / AFP

Ginge es nach Elon Musk (55), sollte man nur einen Menschen fragen, wenn man Antworten darauf haben will, wie die Zukunft aussieht: Elon Musk. "Die Leute begreifen nicht, dass das, was ich sage, eintreffen wird", zeichnet der Tesla- und Space-X-Boss das Selbstbild einer modernen Cassandra. Auch sonst war Musk im Interview mit dem "Economist" um knallige Aussagen nicht verlegen. Geld? Hält er in zehn Jahren für irrelevant. Extreme rechte Bewegungen in Europa? Für Musk "normale Menschen", die von den Medien falsch dargestellt werden. Großbritannien? Sieht Musk innerhalb der nächsten 20 Jahre im Bürgerkrieg versinken. Und ansonsten? Dreht es sich vor allem um KI. Zur Nachlese geht es hier.

Geisterfahrer der Woche

Der Kanzler und sein Notkandidat: Friedrich Merz (l.) mit dem neuen Verkehrsminister Steffen Bilger

Foto: Filip Singer / EPA

Mit ihrem Reformpaket schien die Bundesregierung nach einer enttäuschenden Startphase ein wenig Tritt zu fassen. Bei Instagram feierte die CDU Friedrich Merz (70) schon als lässigen "Reformkanzler". Stehen die Zeichen endlich auf Aufbruch? Nicht so eilig. Denn wo ein Merz, da oft ein Schmerz. Mit der Posse um die geplante Entlassung des Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder (58; CDU), die in dessen Rücktritt mündete, vergrätzte Merz Teile seiner eigenen Partei. Die niedersächsische CDU will sich mit dem Kanzler vorerst nicht mehr treffen. Schnieders hoffnungslosen Kampf mit der Deutschen Bahn darf nun Steffen Bilger (47; CDU) übernehmen. Aber auch nur, weil Merz' Wunschkandidat Fritz Güntzler (60; CDU) absprang. Im Bahn-Jargon könnte man sagen: Zugausfall wegen verpatztem Personalwechsel.

Kommen Sie pünktlich durch die nächste Zeit. Wir hören uns wieder am 20. August.

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