2026-07-10 · buy-side

News zu Recursive Superintelligence, AppliedAI, Proxima Fusion, QuantumDiamonds, Lovable, SpaceX, Anthropic, OpenAI

Tech Update Die neue KI-Wette von Richard Socher

Bevor die Investoren alle in ihren wohlverdienten Sommerurlaub (gern in good old Europe) abdüsen und das Signal auf der Segeljacht nicht mehr für den Zoom-Call reicht, schließt jeder, der kann, noch schnell seine Finanzierungsrunde ab. Das Ergebnis dieser Summer-Funding-Wave spiegelt sich in den News.

Aber erst mal unsere Topthemen diese Woche:

Exklusive Recherche: Wie deutsche KI-Starforscher eine KI bauen, die sich selbst entwickelt

Es gab viel Geld: Gemeinsam mit sechs weiteren KI-Forschern haben Tim Rocktäschel (l.) und Richard Socher Recursive Superintelligence aufgebaut

Fotos [M]: mm, Recursive Superintelligence, Roger Kisby

650 Millionen Dollar für eine Firma ohne klares Geschäftsmodell, die erst ein paar Wochen alt ist – und das zu einer Bewertung von 4,65 Milliarden Dollar: Die beiden deutschen KI-Forscher Richard Socher (42) und Tim Rocktäschel (39) lassen es mit ihrem neuen KI-Start-up Recursive Superintelligence (RSI) gleich richtig krachen. Ihre Wette ist eine der kühnsten der KI-Branche: Sie wollen eine KI bauen, die die KI-Forschung weitgehend selbst erledigt. Und das Ganze soll schon in zwei Jahren Richtung "Superintelligenz" skalieren. Mit sechs weiteren Co-Gründern haben sie sich eine schlagkräftige All-Star-Truppe zusammengesucht, die das Machtgefüge der KI-Labs verschieben soll. Ich habe mit Socher und Rocktäschel über ihre Pläne gesprochen und ihre erste große Riesenrunde. Ihre Überzeugung: Wer "zu klein denkt", überlebt in diesem Rennen nicht. Hier geht es zur ganzen Recherche.

Köpfe: Kağan Sümer ++ Gwynne Shotwell ++ Arya Bolurfrushan ++ Maximilian Block ++ Markus Braun

Erfolgshungrig: Kağan Sümer wollte mit Gorillas den Markt für Lieferdienste erobern

Foto:

Richard Pohle / The Times / News Licensing / ddp images

Round-up: Microsoft ++ Proxima Fusion ++ Lovable ++ QuantumDiamonds ++ Deutsche Telekom

Kreatives Cutten: CEO Asha Sharma hat eine Vision für Xbox

Foto: David Paul Morris / Bloomberg / Getty Images

Error 404 – das hat noch gefehlt: Earnings vor dem Training

Wollen (bald) an die Börse: OpenAI-CEO Sam Altman und Anthropic-Chef Dario Amodei

Foto: Jason Redmond; Ludovic Marin / AFP

Die Analyseseite SemiAnalysis hat in einem aktuellen Report einen neuen Kunstbegriff für die großen AI-Labs eingeführt, der mir sehr gut gefällt: EBTIT. Ist kein Tippfehler, sondern steht für "Earnings Before Training, Interest and Taxes". SemiAnalysis nutzt ihn als Denkmodell, um eine Frage zu beantworten, die klassische Kennzahlen nur bedingt treffen: Wie viel "Ertragskraft" bleibt eigentlich übrig, wenn man die laufende Produkt-/Inference-Wirtschaftlichkeit betrachtet – aber die nächste, teure Trainingsrunde gedanklich außen vor lässt? Vielleicht wäre das ja was für die Pre-IPO-Unterlagen von OpenAI und Anthropic.

Nun wünschen wir euch einen schönen Freitag, denn das war es schon wieder mit dem aktuellen "Tech Update". Leitet den Newsletter gern an andere Interessierte weiter. Abonnieren könnt ihr uns hier, damit ihr auch in Zukunft keine Ausgabe verpasst.

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