2026-10-03 · buy-side
Urlaub und Arbeiten an der Cote dAzur: Die besten Workation-Tipps für Südfrankreich
Source Manager Magazin
Workation an der Côte d'Azur Warum Südfrankreich der perfekte Ort für eine Promi-Satire ist
1964 segelte Backpulverdynast Rudolf August Oetker mit seiner Frau Maja am Cap d'Antibes an einer weißen Villa vorbei. Fünf Jahre später kauften sie das Anwesen und nannten es "Hotel du Cap-Eden-Roc". Heute ist Maja Oetker 91 Jahre alt und ein Zimmer kostet während der Filmfestspiele in Cannes mindestens 1500 Euro pro Nacht. Wenn man denn zu den Schönen, Reichen, Mächtigen zählt, die sich dort einbuchen dürfen.
Alle waren sie schon hier – von Marlene Dietrich bis John. F. Kennedy, dazu jede Menge internationaler Künstler, Könige, Rockstars. 2014 gaben sich dort "Die Höhle der Löwen"-Investor Carsten Maschmeyer (67) und Schauspielerin Veronica Ferres (61) das Jawort, die jüngst ihre Trennung verkündeten. Ein Ort also wie geschaffen für eine Satireserie über reiche Touristen: der Inbegriff von Dekadenz, Drama und Affären.
Der Schöpfer der HBO-Erfolgsserie "White Lotus", Mike White (56), inzwischen selbst Millionär, hat am Ende doch einen anderen Schauplatz gewählt für seine neueste Staffel: Das "Airelles Château de la Messardière". Das märchenhafte Anwesen mit Pool (ab 1150 Euro pro Nacht), ist gerade mal 50 Kilometer Luftlinie vom Cap Eden und drei Kilometer vom Promi-Strand Pampelonne mit dem "Club 55" bei Saint-Tropez entfernt. Diese Villa wiederum war einst das Geschenk eines Cognacbarons für seine Tochter und auch ein Haus in Premiumlage und -liga. In der Serie wird es zum "White Lotus du Cap", 2027 sollen die ersten Folgen ausgestrahlt werden.
Neuer Drehort: Spa im Hotel "Airelles Château de la Messardière"
Foto: Vincent LerouxHeute gehört das Hotel – wie die Patisseriekette Ladurée – dem französischen TV-Mogul Stéphane Courbit (61), dem Verwaltungsratschef des Medienkonzerns Banijay Group, der Reality-Formate wie "Survivor" produziert und vermarktet. Teilnehmer der 50. "Survivor"-Staffel von 2026 war Regisseur Mike White. Was die gegenseitige Werbungsshow angeht, kann den beiden wohl kaum einer das Wasser reichen.
Französisches Silicon Valley
Was die wenigsten wissen: Gleich um die Ecke von Cannes und Saint-Tropez liegt Frankreichs Silicon Valley.
Seit mehr als 50 Jahren arbeitet man auf den 2400 Hektar unter Pinien, mitunter hat man Blick auf das Meer im gläsernen Forschungs- und Industriepark Sophia Antepolis. Hier haben Softwarefirmen wie SAP, IBM oder Cisco Niederlassungen. Dazu gesellen sich internationale Halbleiter- und Chiphersteller wie Nvidia oder Infineon. 2027 soll Oxygen, das neue Co-Working-Center des Anbieters Flex-O, öffnen. Beliebt sind jetzt schon die Plätze im Centrium auch aufgrund der modernen Dachterrasse, ein Schreibtisch auf Zeit kostet hier 178 Euro im Monat.
Beste Lage: Blick von Château Galoupet auf die Weinberge und die Insel Porquerolles
Foto: Château GaloupetFrüher entspannten sich Gunter Sachs, Familie von Opel und die Rothschilds an der blauen Küste, heute zeigen sich im Hochsommer die Beckhams sowie alle aktuellen Fußballstars von Kylian Mbappé (27) über Lamine Yamal (19) bis Erling Haaland (26). Oder Promipaare wie US-Sängerin Katy Perry (41) und Ex-Premierminister Justin Trudeau (54) sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos (62) und seine Frau Lauren Sánchez (56).
Milliardäre prägen nach wie vor den berühmten Landstrich in Südfrankreich. Die Privatinsel Île de Bendor von Pastis-Fabrikant Paul Ricard (1909–1997) hat Hotelier Arnaud Zannier (53) zu einem eleganten Luxusrefugium umgebaut. Und Frankreichs reichster Bürger Bernard Arnault (77) hat seinem Weinportfolio, zu dem unter anderem der meistverkaufte Rosé der Welt "Whispering Angel" von Château d'Esclans zählt, das neu renovierte Château Galoupet mit seinen edlen Biotropfen hinzugefügt. Santé!